Was verbirgt sich hinter E-Nummern?

Zahlreiche Zusatzstoffe sind aus natürlichen pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen hergestellt. Bei einigen Zusatzstoffen ist eine Herstellung ohne tierische Rohstoffe gar nicht möglich.

Zusatzstoffe aus tierischen Rohstoffen


Für die Herstellung einer ganzen Reihe verschiedener Zusatzstoffe sind Fettsäuren (E 570) nötig, die mit Hilfe chemischer und physikalischer Verfahren aus Speisefetten isoliert werden. Dies können tierische Fette wie Schweineschmalz, Rindertalg oder Milchfett sein. Häufig greifen die Hersteller jedoch auf Pflanzenfette - vor allem Soja-, Raps- oder Maisöl - als Rohstoffe für die Fettsäuren-Gewinnung zurück. Sie reagieren damit nicht zuletzt auf die Wünsche vieler Verbraucher. Auch wenn es heute unwahrscheinlich ist, dass Fettsäuren für die Herstellung von Lebensmittelzusatzstoffen aus tierischen Rohstoffen hergestellt wurden, kann dies nicht mit Sicherheit angenommen werden. Weil nur die Lebensmittelhersteller selbst eine verlässliche Aussage über die Herkunft der von ihnen eingesetzten Lebensmittelzusatzstoffe machen können, müssen sich Verbraucher im Zweifel direkt an sie wenden.

Die folgenden Lebensmittelzusatzstoffe werden aus Speisefettsäuren hergestellt:

  • Ascorbinsäureester (E 304)
  • Polysorbate (E 432 - 436)
  • Ammoniumphosphatide (E 442)
  • Natrium- , Kalium-, Calcium- und Magnesiumsalze der Speisefettsäuren (E 470 a, E 470 b)
  • Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren (E 471) und ihre Ester-Verbindungen (E 472 a - f)
  • Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473)
  • Zuckerglyceride (E 474)
  • Polyglycerinester von Speisefettsäuren (E 475)
  • Propylenglycolester von Speisefettsäuren (E 477)
  • Thermooxidiertes Sojaöl mit Mono- und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E 479 b)
  • Stearyltartrat (E 483)
  • Sorbitanfettsäureester (E 491 - 495)

    Quelle/ Ausführliche Informationen unter: http://www.zusatzstoffe-online.de



    E476: Polyglycerin-Polyricinoleat - In manchen Milka- Sorten enthalten

    Polyglycerin-Polyricinoleat ist ein künstlicher Emulgator und Stabilisator mit der E-Nummer E476. Glycerinverbindungen können tierischer Herkunft sein oder aus genverändertem Soja hergestellt werden. E476 ist nur für fettreduzierte und fettarme Aufstriche und Salatsaucen, Süßwaren auf Kakaobasis sowie Schokolade zugelassen. Die duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI-Wert) kann leicht überschritten werden, z.B. wenn Kinder eine Tafel Schokolade verzehren. In Tierversuchen wurden bei hohen Dosen Nieren- und Lebervergrößerungen festgestellt.

    Vom häufigen Verzehr von Polyglycerin- Polyricinoleat wird abgeraten!

    Quellen:
    www.zusatzstoffe-online.de


    Klarer Apfelsaft

    Klarer Apfelsaft (sowie andere klare Fruchtsäfte) werden einer Gelatineschönung unterzogen.

    "Zur Schönung von Saft/Wein wird ausschließlich Schweinegelatine verwendet. Der Grund dafür sind wesentlich bessere technische Eigenschaften gegenüber der Rindergelatine. Dadurch sind bei der Schönung mit Schweinegelatine wesentlich geringere Mengen notwendig, die Vorversuche sind einfacher durchzuführen und die Kosten geringer. Soweit die Fachinfos.

    Es wird also gar keine Rindergelatine verwendet und die verwendete (Schweine-) Gelatine wird auch wieder aus dem Saft entfernt."

    Auskunft: Maren Behrendt; Verbraucherberatung ÖKO-TEST-Verlag
    Verbraucherberatung@oekotest.de, www.carechannel.de
    Nachzulesen auf: http://www.muslim-markt.de/Speise/gelatine_in_apfelsaft.htm

    Trübe Produkte wie naturtrüber Apfelsaft, Orangensaft, Grapefruitsaft, aber auch die z.B. Produkte der Vitamin-Plus-Linie (ACE Orange Karotte, Ananas Karotte, Orange Mango oder die neuen Sorten Blutorange Mix, Exotik Mix oder Orange Nektarine) werden nicht geklärt, hier kommt also auch keine Gelatine zum Einsatz.

 



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